PK-Netz: Tagung 2026 vom 28. Oktober – jetzt anmelden!

Als Mitglied des PK-Netzes möchten wir Sie gerne auf die diesjährige Tagung zur beruflichen Vorsorge aufmerksam machen. Die Tagung findet am Mittwoch, 28. Oktober 2026, in Bern statt und richtet sich an arbeitnehmerseitige Stiftungsrätinnen und Stiftungsräte sowie an Gewerkschafts- und Verbandsmitarbeitende, die ihr Know-how in der beruflichen Vorsorge ausbauen möchten.

Wichtig: Verbandsmitarbeitende ohne Stiftungsratsmandat können zu einem reduzierten Preis von CHF 190 an der Tagung teilnehmen.

Bitte beim Anmelden im Adressfeld vermerken.

Hier geht es zur Anmeldung!

 

 




Protokoll der Sitzung vom 22. Oktober 2025

Am 22. Oktober 2025 fand im Sitzungszimmer des Tiefbauamtes Bern die Sitzung des Zentralverbands öffentliches Personal Schweiz (ZV) statt. Unter der Leitung des Vorsitzenden wurden aktuelle Themen aus den einzelnen Verbänden, Lohnfragen, Teuerungsausgleich und Entwicklungen im Personalwesen besprochen. Im Fokus standen die Förderung der Mitarbeitenden, zeitgemässe Arbeitsbedingungen und der Austausch zu personalpolitischen Herausforderungen.

Highlights aus den Verbänden:

– Burgdorf: Diskussion über Lohnentwicklung, Teuerungsausgleich (0,2 %), Weiterbildungskurse und
   Personalstrategie. Erfolgreicher PV-Anlass mit steigender Mitgliederzahl.

– Köniz: Neues Personalreglement ab 1. Januar 2026 mit 41-Stunden-Woche, Mutterschutz und Elternzeit.
   Budget 2026 mit 1,5 % Teuerungsausgleich.

– Langenthal: Teilweiser Erfolg bei Lohnforderungen, neue Präsidentin Rhea Bandi, positiver Austausch
   mit neuem Stadtschreiber, erfolgreicher Herbstanlass.

– Muri: Neues Co-Präsidium, Start einer Personalumfrage im November 2025.

– Spiez: Organisation von Anlässen (Artilleriewerk Faulensee, Racletteabend im Werkhof).

– Worb: Vorschläge zur Arbeitgeberattraktivität (Reka-Checks, Freibad-Abo, Geburtstagsfreitag,
   Früchtekorb, Vermittlungsprämie).

Zentralverband:

– Vorbereitung der Brunnentagung.

– Letzte Sitzung unter der Leitung von Kurt Gasser – Nachfolge noch offen.

Das ganze Protokoll geschrieben von Kurt Gasser, finden Sie hier: Protokoll Erfa-Regio Bern vom 22.10.2025




75 Jahre Personalvereinigung der Gemeinde Köniz

Am 15. September 2023 durfte die PV Köniz infolge Corona mit einjähriger Verspätung auf dem Gurten  ihr 75-jäh-iges Bestehen gebührend feiern. Ein Blick in das Archiv zeigt, dass sich in den 75  Jahren wohl das Umfeld (Arbeitsinstrumente, Büroeinrichtungen, Personal und Politiker:innen)  verändert hat, die Themen aber erstaunlich gleich geblieben sind.

Am 28. Januar 1947 besuchten 24 Personen die Gründungsversammlung im Restaurant Sternen in Köniz. Im Einladungsschreiben dazu heisst es: «Wir halten den Zeitpunkt für gekommen, zur besseren Wahrung unserer Interessen, zur Förderung unserer beruflichen Bildung und zur Pflege der Kameradschaft einen Personalverband zu gründen.»

Die kommenden Auseinandersetzungen über wirtschaftliche und Personalprobleme können nur dann erfolgreich geführt werden, wenn es uns gelingt, eine Kräftezersplitterung zu verhindern und unsere Interessen auf einen Nenner zu bringen.

«Wenn wir noch auf zwei wichtige Punkte hinweisen, die im Brennpunkt stehen, das Reglement über die Amts- und Dienstverhältnisse und die dringende Besoldungsreform, so ist uns das ein weiterer Fingerzeig dafür, dass es an der Zeit ist, unsere Kräfte zu bündeln und uns in einer lokalen Personalorganisation zusammen zuschliessen, um unseren Bestrebungen ein grösseres Gewicht geben zu können.» Einstimmig wurde der Gründung und den vorgelegten Statuten zugestimmt und der erste Vorstand gewählt.

Bis heute präsidierten 12 Personen die PV; die erste Präsidentin Elisabeth Zürcher während 12 Jahren von 1990 bis 2002 und René Schaad am längsten, nämlich von 2006 bis 2023. Seit März 2023 leitet Gabriela Schär als zweite Präsidentin die Ge-schicke der PV.

Personalrecht, Lohn und insbesondere Teuerung, Arbeitszeitmodelle und Personalweisungen sind die Themen, welche in den letzten 75 Jahren behandelt wurden und immer wieder neu diskutiert werden, um die Erhaltung von guten Anstellungs- Dank den Bemühungen der PV konnten nebst den guten Arbeitsbedingungen in Köniz eine Steuersparkasse eingeführt, der Gratiseintritt in die Badi, der Erhalt des Tages zur freien Verfügung (26. Ferientag), Beiträge an die Kosten von ÖV-Abos und Wasserspender in der Cafeteria erreicht werden. Die Einführung von Reka-Checks ist trotz mehrmaligen Anläufen leider nicht gelungen.

Was sich in den letzten Jahren stark geändert hat, ist das Interesse und das Zusammengehörigkeitsgefühl. Während die geselligen Anlässe wie z. B. die legendären Fussball-, Jass- und Kegelturniere und die Fyrabe-Wanderig früher auf sehr grosses Interesse stiessen, ist die Teilnahme heute eher gering. Eine Zeiterscheinung, mit der wohl viele Vereine konfrontiert sind.

Die Mitgliederzahlen konnten in den letzten Jahren zwar gehalten werden, allerdings wird es immer schwieriger, Freiwillige für die Mitarbeit in Arbeitsgruppen oder Kommissionen zu finden.

Am Jubiläumsfest auf dem Gurten trafen sich aber doch fast ein Drittel der Mitglieder und durften an dem schönen Spätsommerabend das langjährige Bestehen der PV Köniz feiern. Bei Feinem vom Grill haben sich Aktive und Pensionierte ausgetauscht. Es wurde in alten Zeiten geschwelgt, Aktuelles diskutiert und über die Zukunft philosophiert.

Nebst einem kurzen Rückblick durch Gabriela Schär, Präsidentin PV, wurden auch Grussworte von Tanja Bauer, Gemeindepräsidentin, und Urs Stauffer, Präsident des Zentralverbandes Öffentliches Personal Schweiz, an die Mitglieder gerichtet. Alle drei betonten die Wichtigkeit der offenen und konstruktiven Zusammenarbeit zwischen den Sozialpartnern und dem Engagement der Personalvereinigung im Sinne der Arbeitnehmenden.

Nach 75 Jahren ist aber noch lange nicht Schluss mit der PV Köniz! Es warten spannende Projekte wie zum Beispiel die Überarbeitung des Personalreglements und mögliche Anpassungen an Lohn- und Arbeitszeitmodell. Die PV Köniz setzt sich weiterhin dafür ein, dass deren Umsetzung im Sinne von attraktiven und zeitgemässen Arbeitsplätzen passiert.




Tatort Bern: Die Parlamentarische Gruppe für Arbeit

Die Zeit für den Apéro ist an diesem 29. November 2022 grosszügig bemessen und die Erfahrung gibt den Organisatoren recht: Erst ein paar einzelne Verbandsvertreter tröpfeln herein und begrüssen sich. Die meisten von ihnen begegnen sich ohnehin immer wieder. Die andern stellen sich vor und lernen sich kennen. Weder von den Referenten noch von den angemeldeten Politikerinnen und Politikern aus dem nahen Bundeshaus ist etwas zu sehen. Die Sitzungen im National- wie im Ständerat dauern bis 13 Uhr.

Aus den Reihen der einst durch unseren ZV ins Leben gerufenen Ebenrain-Konferenz wurde die parlamentarische Gruppe für Arbeit gegründet. Bundesparlamentarierinnen und -parlamentarier treffen sich mit Verbandsvertretern zum losen Austausch von Erfahrungen und Meinungen über ausgewählte Themen und es entsteht gleichzeitig die Möglichkeit für die Verbandsvertreterinnen und -vertreter, sich auch über weitere Themen des Verbandsbereichs auszutauschen.

Es kommt zum auf 13.15 Uhr vorgesehenen «offiziellen» Teil der Veranstaltung Leben in den Saal. Die Parlamentarierinnen und Parlamentarier haben Mittagspause und gesellen sich grüppchenweise oder auch allein zu den Verbandsvertreterinnen und -vertretern. Es reicht zu ein paar geschüttelten Händen. Sowohl Pierre-Yves Maillard als auch Magdalena Martullo-Blocher und Daniel Jositsch scheinen Stammplätze zu haben, die sie zielstrebig anpeilen. Nationalrat Kurt Fluri aus Solothurn nimmt neben der ZV-Delegation Platz. Beat W. Zemp, Ehrenpräsident des LCH, eröffnet anstelle der sich Hearings unterziehender Eva Herzog die Veranstaltung.

Die Minitagung dieses Tages ist hochkarätig besetzt: Die neue Staatssekretärin Seco, Helene Budliger Artieda, hält zum Thema «Fällt die Schweizer Wirtschaft in eine Rezession?» ein fundiertes Inputreferat. Daniel Lampart, Chefökonom SGB, Roland A. Müller, Direktor des Schweizerischen Arbeitgeberverbandes, und Thomas Bauer, Leiter Wirtschaftspolitik Travail.Suisse, replizieren aus je ihrer Warte. Alle sind sich grundsätzlich einig, dass die wirtschaftliche Lage wohl angespannt ist, aber mit dem nötigen Augenmerk und dem allfälligen Ergreifen rechtzeitiger wirtschaftspolitischer Massnahmen nicht unmittelbar eine Rezession droht.

Die Zeit drängt bereits, die Suppe ist serviert und der Hauptgang folgt unmittelbar. Man spürt: So läuft die Mittagspause der anwesenden Parlamentarierinnen und Parlamentarier. Die bereitgestellten Weinflaschen bleiben fast alle unangetastet. Ein gemütliches Durchschnaufen sieht anders aus. Und doch nehmen sich verschiedene Teilnehmende aus dem Bundeshaus Zeit, die Diskussion mit eigenen Beiträgen zu befruchten.

Die periodisch stattfindenden Veranstaltungen der parlamentarischen Gruppe für Arbeit sind eine gelungene Mischung zwischen Weiterbildung, politischer Auseinandersetzung und gezielter Beziehungspflege der Vertreterinnen und Vertreter der Verbände mit jenen aus der Bundespolitik.

Kurt Fluri, der neben dem feinen Essen aufmerksam und ruhig den Referaten und der Diskussion gefolgt war, entschuldigt sich bereits etwas vor dem Ende am Tisch, dass er der nun gleich folgenden Fraktionssitzung beizuwohnen habe, und macht sich von dannen. Das Schlusswort bleibt Frau Martullo-Blocher vorbehalten, die meint, so sehr sie sich das Gegenteil wünsche, sei leider abzusehen, dass in Sachen wirtschaftliche Probleme und Rezession noch einiges auf uns zukomme. Mangels Zeit bleibt dies dann so im Raum stehen. Ein paar wenige Minuten sind offen, um Einzelne der Teilnehmenden noch am «Rockzipfel» zu packen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Dann macht es «schwupp», und so, wie sie gekommen waren, verDaniel Lampart, Chefökonom SGB Helene Budliger Artieda, Staatssekretärin Seco schwinden die Politikerinnen und Politiker Richtung Bundeshaus. Die Verbandsvertreterinnen und -vertreter genehmigen sich noch einen Espresso und machen sich bald ihrerseits auf den Heimweg.