1. Einleitung/Rückblick

Das für den Stadtpersonalverband Luzern unter dem Strich sehr positive Geschäftsjahr 2015/16 stand ganz im Zeichen von intensiven Verhandlungen und vor allem von insgesamt vier positiven Meldungen, auf die ich unter anderem in diesem Bericht nochmals kurz eingehen werde. Zu diesen Erfolgen haben einerseits Sie, liebe Verbandsmitglieder durch Ihre Mitgliedschaft, aber andererseits vor allem meine sieben Vorstandsmitglieder mit ihrem tollen und unentgeltlichen Einsatz beigetragen. Ich darf diesen Kolleginnen und Kollegen an dieser Stelle einmal mehr meinen herzlichen Dank aussprechen.

Der Vorstand befasste sich im Geschäftsjahr an insgesamt neun Vorstandssitzungen sowie einer Zusammenkunft mit den Vertrauensleuten grossmehrheitlich mit den Themen Mitgliederwerbung, Verhandlungsdelegationen, mit Fragen der Pensionskasse, mit der sozialpartnerschaftlichen Vereinbarung, dem Projekt Haushalt im Gleichgewicht, verschiedenen Vernehmlassungen sowie dem Jubiläumsjahr 100 Jahre SPVL 2016. Daneben hat der Prä-sident als Teil der Sozialpartner an mehreren Sitzungen und Besprechungen mit der ewl AG und der Viva Luzern AG teilgenommen und der Vizepräsident Josef Zimmermann sowie der Sprechende kamen zudem insgesamt drei Mal mit Vertretern des Arbeitgebers Stadt Luzern zusammen.

Die letztjährige Generalversammlung, geführt infolge Auslandabwesenheit des Präsidenten durch Vizepräsident Josef Zimmermann fand am 1. Juni 2015 erstmals im BZ Staffelnhof statt und wurde von 70 Mitgliedern und Gästen besucht, darunter Frau Stadträtin Ursula Stämmer-Horst, Personalchef Christian Bünter sowie unsere beiden Ehrenmitglieder Robert Bühler und André Zumthurm. Die Details zu dieser Generalversammlung sind dem im ZV Info und Indoor publizierten Protokoll zu entnehmen.

Präsident Peter Hofstetter
Präsident Peter Hofstetter

2. Verhandlungsdelegationen Stadt, ewl AG und Viva Luzern AG

Die Besprechungen/Verhandlungen mit der Stadtratsdelegation sowie den Geschäftsleitungen der ewl AG und Viva Luzern AG  verliefen zwar hart in der Sache, aber stets konstruktiv und mit gegenseitiger Wertschätzung. Die erste positive Meldung betrifft die folgenden erzielten Ergebnisse in Sachen Lohnpolitik: Stadt Luzern 0,5% individuelle Lohnerhöhungen für 2016, ewl AG 0,8% Lohnerhöhungen und Viva Luzern AG 0,9% Lohnentwicklungen inkl. 0,15% für strukturelle Lohnanpassungen. Ich meine angesichts des wirtschaftlich und finanziell schwierigen Umfeldes und in Zeiten von weiteren Sparpaketen respektable Ergebnisse für unser Personal. Die zweite und wohl wichtigste Erfolgsmeldung konnte bereits 2015 vermeldet werden. Unserem jahrelangen Be-gehren nach mehr Ferien auch für das städtische Personal verschaffte der Stadtrat erfreulicherweise Gehör, indem er die Gewährung von drei zusätzlichen Ferientagen netto ab 1.1.2016 beschloss. Zudem erhöhte er die Beträge für Personalanlässe in verdankenswerter Weise von Fr. 50.00 auf Fr. 100.00 pro Person. Die dritte Meldung betrifft die sozialpartnerschaftliche, für den SPVL eminent wichtige Vereinbarung, welche am 2.12.2015 für die Jahre 2016 – 2020 neu abgeschlossen werden konnte. Die vierte positive Meldung schlussendlich bezieht sich auf die Entwicklung des Mitgliederbestandes unseres Verbandes. Der SPVL konnte dank verschiedenen Efforts im Verlaufe des Berichtsjahres über 60 neue Mitglieder gewinnen und verfügt neu über eine Mitgliederanzahl von 735 Kolleginnen und Kollegen. Es gelang dem SPVL demnach, im Dialog mit den Arbeitgebern grossmehrheitlich gute Lösungen für das Personal zu vereinbaren.

Bei den ewl AG standen nebst den üblichen Traktanden wie z.B. Geschäftsgang und Personalreporting die Neuwahlen des Personalausschusses, die Einführung eines neuen Ferienbezugsmodells (Kauf von zusätzlichen Feri-entagen) sowie verschiedene Punkte wie Personalbefragungen und Auslagerungen von gewissen Tätigkeiten zur Diskussion.

Die vier Sozialpartner der Viva Luzern AG trafen sich zu mehreren Sitzungen und Besprechungen mit der Geschäftsleitung der neuen AG (Themen Lohnverhandlungen für 2016 sowie GAV-Details) sowie insbesondere mit der neuen Personalkommission der Betagtenzentren (Kommunikation, Weiterbildung und Planung).

3. Pensionskasse der Stadt Luzern

Der Stadtpersonalverband ist in der Pensionskommission mit Josef Zimmermann, Vizepräsident SPVL, Andrea Denzlein, Vorstandsmitglied SPVL und Beat Barmettler, SPVL-Mitglied, vertreten. Josef Zimmermann ist zudem Mitglied im PK-Ausschuss.

Die diesjährige Mitgliederversammlung der PK Stadt Luzern findet am Montag, 20. Juni 2016, 18.30 Uhr im ewl-Gebäude an der Industriestrasse 6 statt.

Mit Bericht und Antrag 29 hat der Grosse Stadtrat am 26. November 2015 ein Konzept zur Sicherstellung der finanziellen Stabilität gutgeheissen. Das Notfallkonzept legt fest, was passiert, falls der Deckungsgrad der Pensionskasse unter 100 % sinken sollte und wer wie viel zur Sanierung beitragen muss. Dies erlaubt es, künftig rascher Gegensteuer geben zu können. Neu können zudem Arbeitnehmende bis zum 68. Altersjahr in der Pensionskasse Beiträge einzahlen.

Zur Sicherstellung der langfristigen finanziellen Stabilität kommt auch die Pensionskasse der Stadt Luzern nicht darum herum, den für die Berechnung der jährlichen Rentenleistungen massgebenden Umwandlungssatz von heute 6,2 Prozent (im Rücktrittsalter 65) herabzusetzen. Andere Vorsorgeeinrichtungen haben diesen Schritt bereits vollzogen. Die Pensionskasse wird voraussichtlich per 1. Januar 2017 eine Senkung des Umwandlungssatzes auf 5,7 Prozent vornehmen. Damit würden alle künftigen Renten auf einen Schlag um rund 8 % sinken. Um die damit verbundenen Leistungseinbussen durch flankierende Massnahmen sozial verträglich abfedern zu können, sollen auf den Altersguthaben der Versicherten einmalige, altersabhängige Ausgleichsgutschriften einbezahlt werden. Die Kosten sollen zu 62 % durch die Arbeitgeber und zu 38 % von der Pensionskasse selbst übernommen werden. Ein entsprechender Bericht und Antrag wird noch im Juni 2016 vom Grossen Stadtrat behandelt. Um das modellmässige Leistungsziel von 60 Prozent der zuletzt versicherten Besoldung im Rücktrittsalter 65 weiterhin sicherstellen zu können, wird zudem der versicherte Lohn erhöht, auf deren Grundlage die Sparbeiträge zur Äufnung des Altersguthabens festgesetzt werden. Dies führt zu höheren Beiträgen bei Arbeitnehmenden und Arbeitgeber.

4. Vergünstigungen, Vereinbarungen mit SPVL

Einmal mehr machen wir unsere Mitglieder an dieser Stelle auf verschiedene Vergünstigungen und Rabatte bei diversen Institutionen wie Krankenkassen, Versicherungen, Banken, Anbieter elektronischer Produkte und Internetanschluss aufmerksam; eine spezielle Dienstleistung seitens des Öffentliches Personal Schweiz (ZV) und des SPVL. Die komplette Liste der Vergünstigungen ist im Intranet abrufbar.

5. Mitgliederstatistik per 30.04.2016

 

2014

2013

Aktive 446 447
Passive 232 226
Total 678 673
     
Davon    
Ehrenpräsidenten 2 2
Ehrenmitglieder 3 2
Vorstand 8 8
Vertrauenspersonen 25 23

6. Öffentliches Personal Schweiz (ZV)

Der Zentralverband Öffentliches Personal Schweiz, bereits im Jahre 1914 gegründet, verbindet als Dachorganisation 14 kantonale und 60 kommunale Verbände in der ganzen deutschsprachigen Schweiz. Es gehören ihm über
23 000 Mitglieder an aus allen Funktionen und Stufen von Verwaltungen in Kantonen und Gemeinden.

Öffentliches Personal Schweiz (ZV) ist «konkurrenzlos» im Sinne seiner Zielsetzungen. Er versteht sich nicht als Gewerkschaft, verfolgt jedoch im Rahmen seiner Aktivitäten teilweise ähnliche Ziele, ohne dass die angeschlos-senen Verbände ihre lokale Verantwortung verlieren. Im Rahmen der Ebenrain-Konferenz arbeitet er mit andern Verbänden zusammen.

Öffentliches Personal Schweiz (ZV) befasst sich zurzeit nebst anderen vor allem mit Themen wie Sparübungen, was schweizweit ein Problem ist, der Unternehmenssteuerreform III, Auslagerungen, Fusionen und der Volksinitiative AHV-plus.

7. Mitgliederanlässe

Am 16. September 2015 führte uns der jährliche Mitgliederanlass nicht weit von Luzern nach Emmen zur Besichtigung der Fa. Recupero AG, Insidern besser bekannt unter dem Namen Dräksak. Die innovative Firma mit den Slogans Entsorgen ohne Sorgen und Feste ohne Reste mit dem Markenzeichen «der gelbe Sak» informierte über 50 Aktiv- und Passivmitglieder mit einem sehr eindrucksvollen Rundgang über ihre verschiedensten Aktivitäten. Beim abschliessenden Nachtessen vor Ort konnte bei ausgezeichnetem Speis und Trank der beliebte Kontakt untereinander gepflegt werden. Diesen Frühling fand zugunsten eines grösseren Mitgliederanlasses 2016 im Rahmen des Jubiläumsjahres kein weiterer Ausflug statt.

Mitgliederanlass Draeksak
Über 50 Mitglieder am Mitgliederanlass, welcher zur Firma Dräcksak führte

8. Diverses/Ausblick

Zum Schluss dieses Jahresberichtes möchte ich nochmals danken, nämlich vorab Ihnen, liebe Verbandsmitglieder, für Ihre Mitgliedschaft, Ihr Interesse und Unterstützung sowie speziell in diesem Jahr auch unserem OK 100 Jahre SPVL mit Thomas Bucher an der Spitze für den zusätzlichen Aufwand im Jubiläumsjahr. Nebst der heuti-gen GV im Rathaus Luzern sind im Herbst dieses Jahres noch eine Ausstellung sowie ein spezieller Mitgliederanlass geplant. Dazu beigetragen haben in sehr verdankenswerter Weise auch vor allem unsere Sponsoren Stadt Luzern, ewl AG und Viva Luzern AG mit grosszügigen, finanziellen Beiträgen. Nur ein mitgliederstarker Ver-band wird wahrgenommen und gehört. Deshalb sind wir zuversichtlich, dass sich der jetzige Trend von zusätzlichen Mitgliedern fortsetzt, denn es besteht immer noch Potential, ist doch eine grössere Anzahl Mitarbeitender noch immer nicht SPVL-Mitglied. In Ihrem Namen wird sich der Vorstand auch in Zukunft engagieren, damit weiterhin von positiven Meldungen berichtet werden kann.

Luzern, im Mai 2016
Der Vorstand

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