Protokoll

Traktanden

1. Protokoll der 112. Hauptversammlung vom 29. Juni 2021

2. Jahresbericht 2021

3. Standespolitik / aktuelle Themen

4. Rechnungsablage 2021

5. Revisionsbericht / Entlastung des Vorstandes

6. Budget 2022

7. Wahlen

8. Ehrungen

9. Verschiedenes / Wortmeldungen

10. Gemeinsamer Imbiss

Pünktlich um 17.35 Uhr eröffnet der Präsident Simon Bühler die 113. Hauptversammlung des Personalverbands der Stadt Bern (nachfolgend PVSB).

Namentlich begrüsst er die Ehrenmitglieder:

  • Walter Schopferer
  • Toni Isenschmied
  • Elsbeth Zimmermann

Als Vertreter befreundeter Verbände und Politik begrüsst er:

  • Daniel Wyrsch, Geschäftsführer Bernischer Staatspersonalverband

Entschuldigt haben sich:

Vorstandsmitglied:

  • Eliane Wirth

Ehrenmitglieder:

  • Martin Arn
  • Heinz Bula
  • Hans-Ulrich Gränicher
  • Bruno Kneubühl
  • Niklaus Freivogel

Diverse andere Verbandsmitglieder

Gemäss Präsenzliste sind 59 Mitglieder anwesend. Der Präsident stellt fest, dass die Einladung auf unserer Website und in der ZV Info Ausgabe Mai 2022 veröffentlicht wurde. Zudem wurden die Mitglieder mit Mailadresse per Mail eingeladen. Die Versammlung ist somit handlungs- und beschlussfähig. Die publizierte Traktandenliste wird ohne Gegenstimme genehmigt. Allfällige Wahlen werden offen durchgeführt, ausser es würden ausdrücklich geheime Wahlen gewünscht. Die Stimmenzähler werden erst gewählt, wenn dies nötig sein sollte.

1. Protokoll der 112. Hauptversammlung vom 29. Juni 2021

Das Protokoll der 112. HV wurde in der ZV Info Ausgabe 8.7.2022 sowie auf der Website des PVSB publiziert.

Das Protokoll wird einstimmig genehmigt.

2. Jahresbericht 2021

Der Jahresbericht wird einstimmig genehmigt.

Der Jahresbericht 2021 wird nach der Genehmigung zusammen mit dem HV-Protokoll 2022 in der ZV Info publiziert.

3. Standespolitik / aktuelle Themen

Im Rahmen der Fit-II-Sparmassnahmen konnte der PVSB einen Personalabbau leider nur ungefreut akzeptieren, und das nur unter der klaren Bedingung, dass ein Leistungsverzicht im ausgewogenen Rahmen stattfindet.

Die sich abzeichnenden Überbelastungen des Personals im Zusammenhang mit einem grossen internen Ressourcenengpass und einer Arbeitsmarktsituation, welche keine qualifizierten Fachkräfte für spezifische Arbeitsgattungen mehr anbieten kann, sind für den PVSB absolut inakzeptabel.

Nach Ansicht des PVSB zeugt es von fehlender Wertschätzung, wenn «während deslaufenden Spiels die Spielregeln verändert werden». Dies gilt insbesondere auch für die Auszahlung der Treueprämien.

Die Gleichbehandlung der Mitarbeitenden ist diesbezüglich aus Sicht des PVSB klar nicht gewährleistet. Darauf wurde auch in der Stellungnahme eindeutig hingewiesen.

4. Rechnungsablage 2021

Die Rechnung 2021 schliesst mit einem Überschuss gegenüber dem Budget von Fr. 4656.90.

Die Rechnung wurde am 17. Mai 2022 durch die Revisoren Thomas Messerli und Daniel Fischbach geprüft. Dem Kassier wurde mit dem Revisorenbericht vom 17. Mai 2022 die fachgerechte Rechnungsführung bestätigt. Die Revisoren beantragen den Mitgliedern, die Jahresrechnung 2021 unter Entlastung der verantwortlichen Organe zu genehmigen, und sprechen dem Präsidenten und dem Vorstand den besten Dank für die geleistete Arbeit aus.

Die Rechnung wird einstimmig genehmigt.

5. Revisionsbericht / Entlastung des Vorstandes

Mit der Verabschiedung des Jahresberichtes und der Zustimmung zur Rechnung 2021 wird das Verbandsjahr 2021 offiziell abgeschlossen.

Dem Vorstand wird einstimmig Décharge erteilt.

6. Budget 2022

Der Vorstand empfiehlt, den Jahresbeitrag von Fr. 90.00 für Aktive und Fr. 60.00 für Aktiv-Veteranen und Pensionierte beizubehalten. Im Budget 2022 müssen gegenüber der Rechnung 2021 nur geringe Anpassungen vorgenommen werden. Der daraus resultierende Ausgabenüberschuss liegt bei budgetierten Fr. 1380.00.

Jahresbeitrag und Budget 2022 werden wie vom Vorstand vorgeschlagen einstimmig angenommen.

7. Wahlen

Simon Bühler tritt nach 7 Jahren als Präsident zurück. Er bedankt sich für die grosse Unterstützung, die er während seiner ganzen Präsidentschaft erhalten habe. Er schaue auf eine sehr interessante Zeit mit vielen spannenden Begegnungen zurück, welche er nicht missen möchte.

Anschliessend gibt Simon Bühler Maria Jurkovic das Wort.

Maria Jurkovic, aktuell Vizepräsidentin, wird vom Vorstand als neue Präsidentin vorgeschlagen. In Ihrer Vorstellungsrede würdigt Maria Jurkovic die markantesten Meilensteine, welche Simon Bühler in seiner Präsidentschaft gesetzt hat:

Die neue Website, der neue Flyer, eine Mitgliederumfrage zum Homeoffice während der Covid-Pandemie oder die Organisation der Klausur «Boxenstopp» mit dem Vorstand für die Neuausrichtung der PVSB-Führung waren neben den Schwerpunktthemen Flexibilisierung der Arbeitszeitmodelle, die Überführung der Pensionskasse vom Leistungs- ins Beitragsprimat, die Fusion von Sanitätspolizei, Feuerwehr, Zivilschutz und Quartieramt im Projekt UNIO und die Begleitung der Reorganisation bei ewb die wichtigsten Themen, welche Simon Bühler mit viel Herzblut begleitet hat.

Dazu kommen die laufenden Themen wie Sozialpartnergespräche, Teuerungsverhandlungen, Lohngleichheit, Digitalisierung, Fachkräftemangel, Sparrunden usw., bei denen Simon Bühler als beharrlicher und ernst zu nehmender Partner wahrgenommen wurde und dessen Stimme gezählt hat.

Unter grossem Applaus bedankt sich Maria Jurkovic bei Simon Bühler und überreicht ihm ein kleines Präsent.

Anschliessend stellt sich Maria Jurkovic der Versammlung vor.

Maria Jurkovic ist Historikerin und Juristin. Sie ist seit 2017 bei der Stadt Bern in leitender Funktion beim EKS/SUE angestellt. Im PVSB hat sie als Vizepräsidentin bereits seit 2020 an vielen Sitzungen und Sozialpartnergesprächen teilgenommen. Maria Jurkovic ist stolz, als erste Frau im PVSB für das Präsidium vorgeschlagen zu werden. Sie freut sich, Frauen und Männern und allen Menschen im Arbeitsprozess im Fokus zu haben und allen Partnern auf Augenhöhe begegnen zu können. Sie wird ihre neue Aufgabe mit grossem Engagement wahrnehmen und bittet die Versammlung um ihre Unterstützung.

Wahl der Präsidentin

Simon Bühler schlägt der Versammlung Maria Jurkovic zur Wahl als Präsidentin des PVSB vor.

Maria Jurkovic wird von der Versammlung mit Applaus gewählt.

Simon Bühler gratuliert Maria Jurkovic und überreicht ihr einen Blumenstrauss.

Wahl des Vorstandes

Die bisherigen Vorstandsmitglieder, Bernadette Bechtiger, Eliane Wirth (abwesend), Dieter Arnold, Lukas Bieri und Werner Wirth, haben sich bereit erklärt, ihre Aufgaben im nächsten Verbandsjahr wie gewohnt weiterzuführen.

Die bisherigen Vorstandsmitglieder werden von der Versammlung einstimmig gewählt.

Vom Vorstand wird Kolinda Kropf für die Wahl in den Vorstand vorgeschlagen.

Kolinda Kropf wird von der Versammlung einstimmig gewählt.

Wahl des Vizepräsidenten

Der Vorstand schlägt der Versammlung Simon Bühler als Vizepräsident vor.

Simon Bühler wird von der Versammlung einstimmig gewählt.

Der neue Vorstand des PVSB setzt sich für die nächste Amtsperiode wie folgt zusammen:

Präsidentin

  • Maria Jurkovic

Vizepräsident

  • Simon Bühler

Vorstandsmitglieder

  • Bernadette Bechtiger
  • Eliane Wirth
  • Kolinda Kropf
  • Lukas Bieri
  • Dieter Arnold
  • Werner Wirth.

Die Chargen im Vorstand werden an der nächsten Vorstandssitzung festgelegt.

Wahl des Ersatzrevisors

Gemäss Turnus muss der Ersatzrevisor alle zwei Jahre neu gewählt werden.

Vom Vorstand wird der Versammlung vorgeschlagen, Christian Eberle als Ersatzrevisor zu wählen.

Christian Eberle wird von der Versammlung einstimmig gewählt.

8. Ehrungen

Der Vorstand gedenkt der im Jahr 2021 verstorbenen Mitglieder Alfred Brügger, Peter Glauser, Urs Pulver und Martin Vonlanten.

Zu neuen Veteranen mit 30 Jahren Mitgliedschaft werden Hans Aeschlimann, Rolf Badertscher, Anna Fahrni, Fritz Isenschmid und Thomas Wilhelm ernannt. Mit einem kleinen Präsent wird den neuen Veteranen für ihre Treue zum Verband gedankt.

9. Verschiedenes / Wortmeldungen

Antrag Arbeitsauftrag

Maria Jurkovic präsentiert die Ergebnisse der Mitgliederumfrage vom März 2022, Motivation für die PVSB-Mitgliedschaft und Erwartungen der Mitglieder an den PVSB. Basierend auf dieser Mitgliederumfrage und der aktuellen Analyse der Situation wird sich der Vorstand im Verlaufe des Jahres um die Besetzung einer Geschäftsstelle im Mandatsverhältnis kümmern.

Ziel soll es sein, ab Januar 2023 erste Aufgaben des Verbandes zur Bearbeitung an die Geschäftsstelle zu delegieren.

Erste Erfahrungen sollen an der Hauptversammlung 2023 aufgezeigt werden.

Der Antrag wird von der Versammlung einstimmig genehmigt.

Daniel Wirsch, Geschäftsführer Bernischer Staatspersonalverband, gratuliert dem PVSB für die geleisteten Arbeiten. Er hebt mit einigen Beispielen aus der Kantonsverwaltung hervor, wie wichtig die Präsenz und Solidarität der Verbände in der heutigen Zeit ist angesichts der teils unverständlichen Sparvorschläge der Arbeitgebenden, welche auf dem Buckel der Arbeitnehmenden ausgeführt werden sollen.

10. Gemeinsamer Imbiss

Nach dem offiziellen Teil der Versammlung offeriert der PVSB den Mitgliedern einen Imbiss.

Termin nächste HV:

Die 114. Hauptversammlung des Personalverbandes der Stadt Bern findet voraussichtlich am Dienstag, 28. März 2023, im Hotel Kreuz statt.

Toffen, 5. Juli 2021

Der Protokollführer

Werner Wirth




Jahresbericht 2020

Aus dem Vorstand

Das Verbandsjahr 2020 war wesentlich von zwei Themen dominiert, Sparen und Corona-Pandemie.

Entsprechend musste unsere HV 2019 erstmals seit der Gründung des Verbands auf virtuellem Weg erfolgen. Danke allen Mitgliedern für deren Mithilfe, Unterstützung und die zahlreichen Feedbacks zu unserer HV 2019, es war auch für den Vorstand eine aussergewöhnliche Durchführung, und wir alle hoffen, möglichst rasch wieder persönlich mit den Mitgliedern in Kontakt zu treten.

Die Information des Gemeinderats an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom 20. Januar 2020 und die gleichentags veröffentlichte Medienmitteilung mit dem Titel «Budgetierte Steuererträge wurden nicht erreicht» haben unter den Angestellten der
Stadtverwaltung grosse Verunsicherung ausgelöst. Die dramatische Wendung in der Finanzlage der Stadt Bern hat sich in vielen Themen widerspiegelt und wird uns höchstwahrscheinlich auch noch einige Zeit beschäftigen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung werden zweifellos – wie stets in der Vergangenheit – ihren Beitrag leisten, um die Finanzen wieder ins Lot zu bringen. Dabei gilt es aber zu vermeiden, dass die Stadt Bern ihren selbst proklamierten Ruf als attraktive Arbeitgeberin aufs Spiel setzt. Weiter ist zu beachten, dass schon heute die Anforderungen an das Personal sehr hoch sind und in zahlreichen Dienststellen die Grenzen der Belastung erreicht sind.

In der vergangenen Legislaturperiode wurden in der Stadt Bern zahlreiche kostspielige Massnahmen und Projekte umgesetzt. Die in den Legislaturzielen festgeschriebene Reallohnerhöhung für das städtische Personal wurde dagegen hintangestellt bzw. soll stattdessen mit der Erhöhung des Ferienanspruchs um drei Tage abgegolten werden.

Der Personalverband der Stadt Bern hat bereits in seiner Stellungnahme vom September 2019 darauf hingewiesen, dass der erhöhte Ferienanspruch eine Mehrbelastung für die jeweiligen Dienststellen ganz allgemein sowie für die anwesenden Mitarbeitenden im Speziellen mit sich bringt. Aus diesem Grund waren denn auch die Reaktionen der städtischen Angestellten auf die Erhöhung des Ferienanspruchs eher gemischt bzw. nicht nur durch Freude begleitet. Die Ferienregelungen der Stadt Bern sind auch ohne die zusätzlichen drei Tage fortschrittlich und mitarbeiterfreundlich.

Daher wurde der Gemeinderatsentscheid, statt der in den Legislaturzielen festgeschriebenen Reallohnerhöhung eine noch grosszügigere Ferienregelung umzusetzen, als Augenwischerei empfunden. Hinzu kommt, dass der Gemeinderat seither als Sparmassnahme verfügt hat, dass frei werdende Stellen während vier Monaten vakant bleiben müssen. Dies ist für viele, nicht nur kleinere Abteilungen bzw. für die Mitarbeitenden, sehr belastend. Es stellt sich da die Frage, was den Angestellten die (zusätzlichen) Ferientage nützen, wenn sie diese ohnehin nur mit grössten Schwierigkeiten beziehen können.

Ungelöst bleibt weiterhin die bereits erwähnte Frage der Reallohnerhöhung. Der Personalverband hält die Forderung nach Anpassung der Reallöhne nach wie vor aufrecht, wobei diese künftig mit Frankenbeträgen und nicht mit Zeitgutschriften angegangen werden soll. Denn mehr Freizeit bzw. Ferien bedeuten eine Mehrbelastung für die in dieser Zeit Arbeitenden, die nicht hinzunehmen ist, ohne dass Personalbestände bzw. Ressourcen aufgestockt werden.

Die Flexibilität bezüglich Arbeitszeitmodelle und Wochenarbeitszeit muss aus Sicht des Personalverbands aktuell nur in einem Punkt ausgebaut werden: Ausgebaut werden muss die Möglichkeit von Arbeitszeitmodellen, die nicht nur mehr Freizeit ermöglichen, sondern auch entsprechende finanzielle Entschädigungen vorsehen.

Mit der Corona-Pandemie arbeiteten plötzlich viele von uns vom einem Tag auf den anderen im Homeoffice. Alle mussten sich dem Thema stellen. Im Vorstand gab es verschiedene Meinungen dazu, mittlerweile sehen viele das Potenzial dieser Arbeitsform.

Gemäss unserer verbandsinternen Umfrage begrüssen neun von zehn Befragten den Wegfall des Arbeitswegs. Gut 80 Prozent der Befragten sehen Vorteile bei der flexiblen Einteilung der Arbeitszeit und gut 60 Prozent bei der besseren Vereinbarung von Familie und Beruf. Auch die grössere Ruhe für komplexe Arbeiten wird geschätzt.

Ein Grossteil der Befragten fand zudem, dass Besprechungen per Video kürzer und effizienter sind als reale Sitzungen. Dennoch sind auch klare Nachteile auszumachen.

84 Prozent der Befragten vermissen den Kontakt zu ihren Arbeitskolleginnen und Arbeitskollegen. Sie meinen damit sowohl den persönlichen als auch den fachlichen Austausch. Etwas erstaunt haben wir zur Kenntnis genommen, dass die in den Medien oft thematisierte fehlende Tagesstruktur und die erschwerte Vereinbarung von Familie und Beruf von den Befragten nicht als Nachteil empfunden wurden. Nur etwa ein Viertel gab an, im Homeoffice übermässig abgelenkt zu sein. Das Thema ist uns auch zukünftig wichtig. Aufgrund der Feedbacks lässt sich klar sagen, dass sich viele Mitarbeitende mehr Homeoffice wünschen – auch nach Corona. Unter Betrachtung der betrieblichen Möglichkeiten befürwortet der Vorstand des Personalverbands zwei Wochentage Homeoffice bei einem Pensum von 80 bis 100 Prozent – immer vorausgesetzt, dass die jeweilige Tätigkeit dies zulässt. Wie gewohnt vertreten wir grossmehrheitlich die Mitarbeitenden mit Büroarbeitsplätzen, in diesem Bereich ist aus unserer Warte praktisch in allen Funktionen Homeoffice möglich.

Der PVSB wird sich unverändert auch zukünftig für die Anliegen der Mitarbeitenden einsetzen. Alle vom Gemeinderat vorgeschlagenen personellen Sparmassnahmen lehnen wir weiterhin dezidiert ab, sie sind für uns inakzeptabel, weil die Stadt Bern damit nicht nur ihren Ruf als bisher attraktive Arbeitgeberin aufs Spiel setzen, sondern diesen endgültig verlieren würde, mit unabsehbaren Folgen für die Rekrutierung neuer Arbeitskräfte sowie bei der längerfristigen Entwicklung und Förderung von Mitarbeitenden.

Zur Personalvorsorgekasse

Die Personalvorsorgekasse hat dem «Covid-Sturm» erfolgreich getrotzt, und das Schiff konnte in den sicheren Hafen gelenkt werden. Unsere Personalvorsorgekasse kann sich trotz der zahlreichen Herausforderungen an den Finanzmärkten über ein gutes Ergebnis 2020 freuen. Brachen zu Beginn des Monats März 2020 die Finanzmärkte massiv ein, konnte bereits Ende März 2020 und im 2. Quartal eine sukzessive Erholung der Märkte beobachtet werden. Dieser Trend setzte sich im Verlaufe des Jahres fort, sodass per 31. Dezember 2020 eine Rendite von 4,65% erzielt werden konnte.

Dieses gute Anlageergebnis ist insbesondere auf die Rendite der Position «Immobilien Schweiz» zurückzuführen.

Dieses erfreuliche Ergebnis wurde benutzt, um den technischen Zinssatz von 2,5% auf 1,75% zu senken unter Beibehaltung der Umwandlungssätze für die Berechnung der Höhe der Altersrente durch Auflösung von getätigten Rückstellungen. Gegenüber dem Jahr 2019 sinkt der Deckungsgrad leicht um 0,18% und liegt neu bei 96,73%.

Die anhaltenden Unsicherheiten um Covid-19 und der Einfluss auf die Märkte werden auch für das Jahr 2021 eine Herausforderung bleiben.

Zusammenarbeit mit dem Kaufmännischen Verband (KV)

Die Zusammenarbeit mit dem Kaufmännischen Verband hat sich bewährt und ist unverändert sehr gut. Auch im Jahr 2020 wurden die Rechtsberatungen für unsere Mitglieder im gewohnten Sinne durch den Verband wahrgenommen. Der KV unterstützte den Personalverband nebst dem allgemeinen Austausch insbesondere bezüglich der Verhandlungen zum GAV EWB sowie bezüglich diverser arbeitsrechtlicher Fragen.

Energie Wasser Bern (EWB): Gesamtarbeitsvertrag (GAV)

Auch für Energie Wasser Bern war das Pandemiejahr eine echte Herausforderung. «Die Stadt am Laufen halten» war das wichtigste Credo der Unternehmensleitung. Rasch hatte die Unternehmung die notwendigen Voraussetzungen geschaffen, damit die Mitarbeitenden auch unter erschwerten Bedingungen funktionieren konnten. Dabei galt als oberstes Ziel, alle Mitarbeitenden vor einer Covid-19-Ansteckung zu schützen, besonders jene mit kritischen Funktionen, wie etwa in den Leitstellen. Mit einer vorausschauenden Kommunikation wurde dieses Unterfangen unterstützt. Eine weitere Herausforderung war die plötzliche Umstellung auf Homeoffice für einen grossen Teil der Belegschaft. Dies führte selbstredend zu einigen Unsicherheiten bezüglich der Rahmenbedingungen von Homeoffice. Dank der guten Gesprächskultur mit der Unternehmensleitung konnten sich die Sozialpartner hier jederzeit lösungsorientiert einbringen.

Zweimal jährlich treffen sich Geschäftsleitung, Vertragspartner und die Personalvertretung zu einem Rück- und einem Ausblick. Die Direktion orientiert dabei über den Geschäftsgang, die unternehmerischen Ziele sowie die strategischen Geschäftsabsichten. Auf der Arbeitnehmerseite werden aktuelle Personalanliegen eingebracht. Basis ist der gültige Gesamtarbeitsvertrag (GAV), der sich in den letzten Jahren bewährt hat. Die ebenfalls dazu gehörenden Anstellungsbedingungen erleichtern dabei die transparente Umsetzung.

Ebenfalls an zwei Sitzungen tagte die Paritätische Kommission und diskutierte Umsetzungsfragen aus dem laufenden Gesamtarbeitsvertrag. Unter anderem befasste ich die PK mit speziellen Fragen der Arbeitszeiten während der Pandemie. Trotz Corona wurde auch der Austausch mit der Personalvertretung gepflegt. Der periodische Informationsaustausch diente vor allem dazu, den Puls und damit die Alltagssorgen der Mitarbeitenden zu fühlen.

Der Vorstand

Ich danke meinen Kolleginnen und Kollegen im Vorstand für die aussergewöhnlich freundschaftliche und angenehme Zusammenarbeit. Der Vorstand führte im Berichtsjahr insgesamt elf ordentliche Sitzungen durch und setzte sich wie folgt zusammen:

  • Präsidium: Simon Bühler
  • Vizepräsidium: Maria Jurkovic
  • Rechtsberatung: Bernadette Bechtiger
  • Sekretariat und Mutationen: Eliane Wirth
  • Finanzen: Lukas Bieri
  • Protokoll und Vertrauenspersonen: Werner Wirth
  • Kommunikation: Dieter Arnold

Vertrauensleute

Unsere Vertrauensleute sind ein wichtiges Bindeglied unseres Verbands. Sie sichern die Verbindung zwischen den Mitgliedern und dem Vorstand. Vom Vorstand werden sie regelmässig über die aktuellen Geschäfte informiert. Leider musste die Information im Jahr 2020 Corona-bedingt ausgesetzt werden. Unsere traditionelle Herbstversammlung sowie der intensive persönliche Austausch an der HV waren im Jahr 2020 leider nicht möglich. Dennoch sind wir überzeugt, dass es in der zweiten Jahreshälfte 2021 möglich sein wird, die Kontakte wieder zu intensivieren.

Bis dahin werden die Informationen und der Austausch direkt zwischen dem Vorstand und den Mitgliedern sichergestellt. In der Regel erfolgte dies über Mailverkehr sowie über die Homepage des Verbandes. Mutmasslich wird dies auch zukünftig vermehrt über diese beiden Kanäle erfolgen.

Vertrauensleute sind:

PRD-Präsidialdirektion:
Aussenbeziehungen und Statistik, Junkerngasse 47: Michael Matter, 031 321 75 41
Stadtplanungsamt, Zieglerstrasse 62: Peter Andres, 031 321 70 69

SUE – Direktion für Sicherheit, Umwelt und Energie:
Direktionsstabsdienste, Predigergasse 12: zurzeit vakant

BSS – Direktion für Bildung, Soziales und Sport:
Sozialamt, Schwarztorstrasse 71: Mathias Krebs, 031 321 60 85

TVS – Direktion für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün:
Tiefbauamt, Bundesgasse 38: Hanspeter Loosli, 031 321 67 61
Vermessungsamt, Bümplizstrasse 45: Sonja Hartmann, 031 321 67 23

FPI – Direktion für Finanzen, Personal und Informatik:
Informatikdienste, Bümplizstrasse 45: Liselotte Fritz-Held, 031 321 74 03
Steuerverwaltung, Bundesgasse 33: Carmen Roggo, 031 321 66 42

Energie Wasser Bern (EWB):
Volker Werner, 079 937 73 64

Kommissionen im Personalwesen

Der Personalverband der Stadt Bern vertritt die Arbeitnehmenden in verschiedenen Kommissionen im Personalwesen. Die jeweiligen Kommissionsmitglieder werden für eine Amtsperiode (analog den Gemeinde- und Stadtratswahlen) durch den Gemeinderat gewählt.

Paritätische Einreihungskommission:
(Simon Bühler, Gyula Lehretter)
Im Berichtsjahr fand keine Sitzung statt.

Paritätische Ausgliederungskommission:
(Bernadette Bechtiger, Simon Bühler)
Im Berichtsjahr fand keine Sitzung statt.

Verwaltungskommission der Personalvorsorgekasse:
(Bernadette Bechtiger, Gyula Lehretter)
Im Berichtsjahr tagte die Kommission gemäss ihrem Sitzungsraster.

Regionalgruppe Bern

(Simon Bühler)
Standardmässig, wenn dies Corona-bedingt nicht verunmöglicht wird, werden an zwei Sitzungen pro Jahr die Personalpolitik der Regionsgemeinden diskutiert sowie aktuelle Erfahrungen und Tendenzen ausgetauscht. Der Austausch in der Gruppe ist für uns sehr wichtig, damit Entwicklungen frühzeitig erkannt und Erfahrungen ausgetauscht werden können. Im Berichtsjahr musste dafür oftmals der digitale Weg gewählt werden.

Angestellte Stadt und Region Bern

(Simon Bühler)
Wie gewohnt, jedoch im Berichtsjahr teilweise digital, wurden an vier Besprechungen regionale Fragestellungen sowie Aktualitäten aus der Stadtpolitik und aus anderen Verbänden diskutiert. Der Austausch im Vorstand Angestellte Stadt und Region Bern ist für unseren Verband von grosser Bedeutung, da insbesondere regionale Entwicklungen erkannt und die Tendenzen der Stadtpolitik aus erster Hand beurteilt werden können.

Mitgliederbestand per 31.12.2020

Per 31.12.2020 beträgt der Mitgliederbestand 555: 205 Aktive und 20 Aktiv-Veteranen, 73 GAV-Mitglieder, 242 Pensionierte, 8 Ehren- und 7 Vorstandsmitglieder.

Im Berichtsjahr sind sieben unserer Mitglieder verstorben. Die Vertrauenspersonen gewannen 20 Mitarbeitende als neue Mitglieder für unseren Verband.

Liste der Verstorbenen

Im Berichtsjahr mussten wir vom Hinschied folgender Mitglieder Kenntnis nehmen:

  • Bachem Erika
  • Fiedler Karl-Heinz
  • Held Elisabeth Klara
  • Henzi Roland
  • Hubacher Peter
  • Scherb Alfred
  • Strauss Markus

Den Hinterbliebenen sprechen wir unsere herzliche Anteilnahme aus.

Neue Veteranen 2020 und somit 30 Jahre Mitglied im Verband sind:

  • Amacher Werner
  • Baertl Marcel
  • Buder Heidrun
  • Gfeller Marlis
  • Lange Heinrich
  • Messerli Erich
  • Michel Herbert
  • Peyer Martin
  • Rüfenacht Urs
  • Sarbach Heinz
  • Schaub Johannes
  • Schweizer Hans-Ulrich
  • Wenger Walburga
  • Wildförster Friedhelm
  • Zimmerli Erich

Neueintritte 2020

Januar

  • Kaspar Walser, Stadtverwaltung
  • Oliver Maron, EWB
  • Charles Mauron, EWB
  • Anja Depping, Stadtverwaltung

Februar

  • Max Bushell, Stadtverwaltung
  • Mikael Garn, Stadtverwaltung
  • Charlotte Klein, Stadtverwaltung
  • Martin Weber, Stadtverwaltung
  • Doris Küpfer, Stadtverwaltung

Juli

  • Babette Valerie Schweizer, Stadtverwaltung
  • Simon Friedli, Stadtverwaltung
  • Stefan Kaufmann, Stadtverwaltung
  • Amir Sarvan, Stadtverwaltung
  • Antonia Roth, Stadtverwaltung
  • Markus Zimmermann, Stadtverwaltung

September

  • Stefan Liechti, Stadtverwaltung
  • Manfred Weil, Stadtverwaltung
  • Martin Müller, Stadtverwaltung
  • Claudia Luder Eschbach, Stadtverwaltung

Oktober

  • Evelin Schmidt, Stadtverwaltung

Bern, 24. Mai 2021

Der Präsident:
Simon Bühler




Protokoll der virtuell durchgeführten 112. Hauptversammlung des Personalverbandes der Stadt Bern vom 29. Juni 2021

Traktanden

1. Protokoll der 111. Hauptversammlung vom 23. November 2020
2. Jahresbericht 2020
3. Rechnungsablage 2020
4. Revisionsbericht 2020
5. Budget 2021
6. Ehrungen

Infolge der Covid19 Pandemie wird auch die 112. Hauptversammlung des Personalverbandes der Stadt Bern virtuell durchgeführt. Die entsprechende Mitteilung erfolgte in der ZV Info 03/21.

Die Abstimmungsunterlagen zur 112. Hauptversammlung des Personalverbandes der Stadt Bern wurden am 21. Juni 2021 per Postversand an 539 Mitglieder verschickt. Bis zum Eingabeschluss am 29. Juni 2021 sind trotz der kurzfristigen Eingabefrist 82 gültige Stimmzettel bei Werner Wirth auf dem Postweg oder elektronisch eingereicht worden. Das absolute Mehr bei den Abstimmungen ist somit 42. Auf den Stimmzetteln nicht angekreuzte Positionen werden als Enthaltung gewertet.

Der Vorstand bedankt sich bei den Mitgliedern für die Teilnahme an den nötigen Beschlüssen und die termingerechte Rücksendung des Abstimmungsbogens sowie das Verständnis betreffend den ausgefallenen geselligen Teil der Hauptversammlung.

1. Protokoll der 111. Hauptversammlung vom 23. November 2020

Das Protokoll der 111. HV wurde in der ZV Info, Ausgabe12/2020, sowie auf der Homepage des Personalverbandes der Stadt Bern publiziert.

Das Protokoll wird mit 82 Stimmen einstimmig genehmigt.

2. Jahresbericht 2020

Der Jahresbericht wird mit 82 Stimmen einstimmig genehmigt.

Der Jahresbericht 2020 wird in der ZV Info, Ausgabe 7/8 2021, publiziert und ist zudem auf der Homepage Öffentliches Personal Schweiz sowie auf unserer Homepage unter www.pvsb.ch jederzeit online einsehbar.

3. Rechnungsablage 2020

Die Rechnung 2020 schliesst mit einem Überschuss gegenüber dem Budget von Fr. 9508.87. Die Rechnung wurde am 3. Mai 2021 durch die Revisoren Daniel Fischbach und Thomas Messerli geprüft. Dem Kassier wurde mit dem Revisorenbericht vom 3.
Mai 2021 die fachgerechte Rechnungsführung bestätigt. Die Revisoren beantragen den Mitgliedern, die Jahresrechnung 2020 unter Entlastung der verantwortlichen Organe zu genehmigen, und sprechen dem Präsidenten und dem Vorstand den besten
Dank für die geleistete Arbeit aus.

Die Rechnung wird mit 82 Stimmen einstimmig genehmigt.

4. Revisionsbericht

Mit der Verabschiedung des Jahresberichtes und der Zustimmung zur Rechnung 2020 wird das Verbandsjahr 2020 offiziell abgeschlossen.

Dem Vorstand wird mit 82 Stimmen einstimmig Décharge erteilt.

5. Budget 2021

Der Vorstand empfiehlt, den Jahresbeitrag von Fr. 90.– für Aktive und Fr. 60.– für Aktiv-Veteranen und Pensionierte beizubehalten. Im Budget 2021 müssen gegenüber der Rechnung 2020 nur geringe Anpassungen vorgenommen werden. Der daraus resultierende Ausgabenüberschuss liegt bei budgetierten Fr. 1 300.–.

Jahresbeitrag und Budget 2021 werden, wie vom Vorstand vorgeschlagen, einstimmig angenommen.

6. Ehrungen

Der Vorstand gedenkt der im Jahr 2020 verstorbenen Mitglieder Bachem Erika, Fiedler Karl-Heinz, Held Elisabeth Klara, Henzi Roland, Hubacher Peter, Scherb Alfred und Strauss Markus.

Zu neuen Veteranen mit 30 Jahren Mitgliedschaft werden Amacher Werner, Baertl Marcel, Buder Heidrun, Gfeller Marlis, Lange Heinrich, Messerli Erich, Michel Herbert, Peyer Martin, Rüfenacht Urs, Sarbach Heinz, Schaub Johannes, Schweizer Hans- Ulrich, Wenger Walburga, Wildförster Friedhelm und Zimmerli Erich ernannt.

Mit einem kleinen Präsent (in diesem Jahr per Post zugestellt) wird den neuen Veteranen für ihre Treue zum Verband gedankt.

Termin nächste Hauptversammlung:

Die 113. Hauptversammlung des Personalverbandes der Stadt Bern findet voraussichtlich am Dienstag, 29. März 2022, im Hotel Kreuz statt.

Der Protokollführer
Werner Wirth




Jahresbericht 2018

Aus dem Vorstand

Seit dem 01.01.2018 ist das überarbeitete Personalvorsorgereglement in Kraft – genau ein Jahr früher, als es im ursprünglichen politischen Fahrplan vorgesehen war.

Die PVK führt neu einen Standardsparplan, eine Sparplanvariante Minus sowie eine Sparplanvariante Plus. Unabhängig von der Wahl der versicherten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bezahlen die Arbeitgebenden immer gleich hohe Sparbeiträge. Die Mitarbeitenden können die Sparplanvariante jährlich für das folgende Kalenderjahr ändern. Diese Option wurde von vielen Verbandsmitgliedern bereits geprüft und teilweise auch gewählt. Die Option wird von vielen als Verbesserung im Zuge des Primatwechsels wahrgenommen.

Rückblickend darf aus Verbandssicht mit Genugtuung festgestellt werden, dass bei der Revision alle Anliegen und Forderungen der Personalverbände erfüllt worden sind. Insbesondere ist gewährleistet, dass die Altersrenten im Alter 63 auch nach dem Primatwechsel mindestens gleich hoch ausfallen werden wie mit dem bisherigen Leis-tungsprimat.

Der Personalverband wird sich auch in Zukunft für gute Arbeitsbedingungen einsetzen und ist gewillt, mitzuhelfen, dass die Stadt Bern eine attraktive Arbeitgeberin bleibt. Dabei stehen aus heutiger Sicht zwei Themenbereiche im Vordergrund: einerseits die Möglichkeit zur Teilzeitarbeit sowie flexible Arbeitsmodelle zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie, andererseits die Digitalisierung der Arbeitswelt. Gerade bezüglich der Digitalisierung gilt es, aufzupassen, dass nicht künftige Möglichkeiten, die dem Personal zugutekommen könnten, in ein generell negatives Licht gerückt werden.

Zur Personalversorgekasse

Den aktuellen Herausforderungen des anhaltend tiefen Zinsniveaus und der weiterhin steigenden Lebenserwartung kann sich auch die PVK auf Dauer nicht entziehen.

Die Aufsichtsbehörde wies die PVK darauf hin, dass der von der PVK angewandte technische Zinssatz von 2,75 Prozent für die Berechnung der Deckungskapitalien der Rentenbeziehenden zu hoch ist. Der von der Kammer der Pensionskassenexperten empfohlene Referenzzinssatz liegt aktuell bei 2,0 Prozent. Zudem ist die Lebenserwartung seit der Festlegung der Parameter für den Primatwechsel weiter angestiegen.

Die Verwaltungskommission hat deshalb Ende Oktober 2018 beschlossen, den technischen Zinssatz per 1. Januar 2019 um 0,25 Prozent auf 2,5 Prozent zu senken und die Umwandlungssätze für die Berechnung der Altersrenten ebenfalls ab 1. Januar 2019 der aktuellen durchschnittlichen Lebenserwartung anzupassen.

Damit keine längere Übergangsregelung nötig wird, beschloss die Verwaltungskommission, den am 31. Dezember 2018 und am 1. Januar 2019 versicherten Mitarbeitenden eine einmalige Gutschrift zulasten des Deckungsgrads auf ihren Alterskonten zu gewähren, welche die Leistungseinbusse aufgrund der Senkung des Umwandlungssatzes ausgleicht. Die Gutschrift erfolgte per 1. Januar 2019. Die PVK hat dafür in den Jahresabschlüssen 2017 und 2018 eine Summe von 148 Mio. Franken zurückgestellt.

Zusammenarbeit mit dem Kaufmännischen Verband (KV)

Die Zusammenarbeit mit dem KV ist unverändert gut, der Informationsaustausch funktioniert einwandfrei. 2018 wurden die Rechtsberatungen für unsere Mitglieder im gewohnten Sinne durchgeführt. Der KV unterstützte uns bezüglich der Verhandlungen zum GAV ewb sowie bezüglich arbeitsrechtlicher Fragen.

Energie Wasser Bern (EWB): Gesamtarbeitsvertrag (GAV)

Ein anderes Schwerpunktgeschäft des vergangenen Jahres bildete die Anfang 2017 umgesetzte Reorganisation der Gesamtunternehmung Energie Wasser Bern (EWB) bzw. deren Auswirkungen auf die Arbeitnehmenden. Gewisse Zuständigkeiten und Verantwortungen scheinen nach wie vor nicht eindeutig definiert zu sein, einige Ar-beitsprozesse haben sich im Alltag noch zu bewähren oder müssen noch angepasst werden. Die Reorganisation wird den Verband daher als GAV-Partner und grösste Ar-beitnehmendenvertretung von EWB voraussichtlich noch einige Zeit beschäftigen.

Umso wichtiger ist es, dass es Ende August 2017 endlich gelungen ist, den vakanten Sitz der Arbeitnehmenden im Verwaltungsrat von EWB wieder zu besetzen. Nach einem unschönen Gezerre innerhalb des Gewerkschaftsbunds, das auch in den Medien Niederschlag fand, wählte der Stadtrat die vom Personalverband der Stadt Bern und vom VPOD vorgeschlagene Flavia Wasserfallen, Co-Generalsekretärin der SP Schweiz, in den EWB-Verwaltungsrat.

Der Vorstand

Ich danke meinen Kolleginnen und Kollegen im Vorstand für die aussergewöhnlich freundschaftliche und angenehme Zusammenarbeit. Der Vorstand führte im Berichtsjahr insgesamt elf ordentliche Sitzungen durch und setzte sich wie folgt zusammen:

  • Präsidium: Simon Bühler
  • Vizepräsidium + Rechtsberatung: Bernadette Bechtiger
  • Sekretariat + Mutationen: Eliane Wirth
  • Finanzen: Lukas Bieri
  • Protokoll: Werner Wirth
  • Vertrauenspersonen: Carmen Roggo
  • Kommunikation: Dieter Arnold

An der kommenden Hauptversammlung vom 25. März 2019 stehen gemäss Statuten keine Vorstandswahlen an.

Vertrauensleute

Unsere Vertrauensleute sind ein wichtiges Bindeglied unseres Verbands. Sie sichern die Verbindung zwischen den Mitgliedern und dem Vorstand. Vom Vorstand werden sie laufend über die aktuellen Geschäfte informiert. In halbjährlichen Zusammenkünften haben die Vertrauensleute Gelegenheit, ihre Anliegen direktionsübergreifend zu diskutieren und Meinungen untereinander auszutauschen.

An den zwei Sitzungen im Berichtsjahr orientierte der Vorstand die Vertrauensleute über die Geschäftspolitik des Gemeinderats sowie über aktuelle Themen im Stadtrat. Im Austausch wurden neben den Personalanliegen auch die Mitgliederwerbung und die Tätigkeiten des Verbands besprochen.

Damit Fragen und Anliegen zügig weitergeleitet und behandelt werden können, ist es wichtig, dass unsere Mitglieder die für sie zuständige Vertrauensperson kennen. In allen Direktionen gibt es Anlaufstellen, sei es eine Vertrauensperson oder ein Vorstandsmitglied. Vertrauensleute sind:

PRD Präsidialdirektion:

  • Aussenbeziehungen und Statistik, Junkerngasse 47: Michael Matter, 031 321 75 41
  • Stadtplanungsamt, Zieglerstrasse 62: Peter Andres, 031 321 70 69

SUE Direktion für Sicherheit Umwelt und Energie:

  • Direktionsstabsdienste, Predigergasse 12: zurzeit vakant

BSS Direktion für Bildung Soziales und Sport:

  • Sozialamt, Schwarztorstrasse 71: Mathias Krebs, 031 321 60 85

TVS Direktion für Tiefbau Verkehr und Stadtgrün:

  • Tiefbauamt, Bundesgasse 38: Hanspeter Loosli, 031 321 67 61
  • Vermessungsamt, Bümplizstrasse 45: Sonja Hartmann, 031 321 67 23

FPI Direktion für Finanzen Personal und Informatik:

  • Informatikdienste, Bümplizstrasse 45: Liselotte Fritz-Held, 031 321 74 03
  • Steuerverwaltung, Bundesgasse 33: Carmen Roggo, 031 321 66 42

Energie Wasser Bern (EWB):

  • Pascale Schneeberger, 031 321 38 78
  • Volker Werner, 079 937 73 64

Kommissionen im Personalwesen

Der Personalverband der Stadt Bern vertritt die Arbeitnehmenden in verschiedenen Kommissionen im Personalwesen. Die jeweiligen Kommissionsmitglieder werden für eine Amtsperiode (analog den Gemeinde- und Stadtratswahlen) durch den Gemeinderat gewählt.

Paritätische Einreihungskommission:
(Simon Bühler, Gyula Lehretter)

Im Berichtsjahr fand keine Sitzung statt.

Paritätische Ausgliederungskommission:
(Bernadette Bechtiger, Theo Schmid)

Im Berichtsjahr fand eine Sitzung statt.

Verwaltungskommission der Personalvorsorgekasse:
(Bernadette Bechtiger, Gyula Lehretter)

Im Jahr 2018 wies die PVK eine Rendite auf den Vermögensanlagen von -1,39 Prozent aus. Im vergangenen Jahr verhinderten vor allem die Aktienmärkte ein positives Ergebnis. Die Aktien Schweiz verloren 9,43 Prozent, die Aktien Ausland 5,83 Prozent. Im Vergleich zu anderen Pensionskassen schnitt die PVK wieder deutlich besser ab. Im Durchschnitt erreichten die Schweizer Pensionskassen auf ihren Vermögensanlagen eine Rendite zwischen -3,2 Prozent und -3,5 Prozent.

Der Deckungsgrad der PVK sank Ende 2018 aufgrund der negativen Rendite, der Rückstellung für die einmalige Gutschrift für den Ausgleich der Senkung des Um-wandlungssatzes und der Verstärkung des Deckungskapitals der Rentenbezügerinnen und -bezüger wegen der Senkung des technischen Zinssatzes von 96,4 Prozent auf rund 91,0 Prozent.

Wir sind überzeugt, dass unsere PVK mit umsichtigen Massnahmen auf dem richtigen Weg ist und wir uns auf eine gesicherte Rente freuen dürfen.

Regionalgruppe Bern
(Simon Bühler)

Standardmässig wurden an zwei Sitzungen die Personalpolitik der Regionsgemeinden diskutiert sowie aktuelle Erfahrungen und Tendenzen ausgetauscht.

Der Austausch in der Gruppe ist für uns sehr wichtig, damit Entwicklungen frühzeitig erkannt werden können.

Angestellte Stadt und Region Bern
(Simon Bühler)

An vier Besprechungen wurden regionale Fragestellungen sowie Aktualitäten aus der Stadtpolitik und aus anderen Verbänden diskutiert. Der Austausch im Vorstand Angestellte Stadt und Region Bern ist für unseren Verband von grosser Bedeutung, da insbesondere regionale Entwicklungen erkannt und die Tendenzen der Stadtpolitik aus erster Hand beurteilt werden können.

Mitgliederbestand per 31.12.2018

Per 31.12.2018 beträgt der Mitgliederbestand 563: 195 Aktive und 20 Aktiv-Veteranen, 82 GAV-Mitglieder, 251 Pensionierte,8 Ehren- und 7 Vorstandsmitglieder.

Im Berichtsjahr sind zwei unserer Mitglieder verstorben. Die Vertrauenspersonen gewannen 30 Mitarbeitende als neue Mitglieder für unseren Verband.

Liste der Verstorbenen

Im Berichtsjahr mussten wir vom Hinschied folgender Mitglieder Kenntnis nehmen:

  • Blumer Elsi
  • Zingg Ulrich

Den Hinterbliebenen sprechen wir unsere herzliche Anteilnahme aus.

Neue Veteranen 2018 und somit 30 Jahre Mitglied im Verband sind:

  • Apothéloz René
  • Arn Martin
  • Bischofberger Markus
  • Bühlmann Paul
  • Egger Peter
  • Feller Inge
  • Habegger Heinz
  • Hanhart Rudolf
  • Jäggi Silvia
  • Kobel Ernst
  • Kupferschmid Roland
  • Ries Anita
  • Spring Jürg
  • Zaugg Adrian

Neueintritte 2018

Januar:

  • Sybille Keller, Stadtverwaltung
  • Maria Jurkovic Löffler, Stadtverwaltung
  • Isabella Schöni, Stadtverwaltung
  • Edita Schürmann, Stadtverwaltung
  • Bernhard Zumkehr, Stadtverwaltung

Februar:

  • Doris Gyger, Stadtverwaltung
  • Beat Moser, Stadtverwaltung
  • Michael Ritler, Stadtverwaltung
  • Brigitte Rollier, Stadtverwaltung
  • Andri Schaer, Stadtverwaltung
  • Rita Schöbi, Stadtverwaltung
  • Monique Storrer, Stadtverwaltung
  • Vera Wyss, Stadtverwaltung

März:

  • Stefan Aeschlimann, EWB
  • Giuseppe Arcidiacono, Stadtverwaltung
  • Doris Baeriswyl, Stadtverwaltung
  • Jérôme Bürkli, EWB
  • Christian Früh, Stadtverwaltung
  • Thomas Hein, EWB
  • Rosmarie Kiener, Stadtverwaltung
  • Sylvia Scheidegger, Stadtverwaltung
  • Bernhard Zwahlen, Stadtverwaltung

Mai:

  • René Lutz, Stadtverwaltung
  • David Müller, EWB

Juni:

  • Nicole Boujibar, Stadtverwaltung
  • Markus Tschudi, EWB

Juli :

  • Markus Schellenberg, Stadtverwaltung

September:

  • Mirela Sestic, Stadtverwaltung

Oktober:

  • Ruth Grindat, Stadtverwaltung

November.

  • Marc Balsiger, Stadtverwaltung

Bern, 26. Februar 2019

Der Präsident: Simon Bühler