Was tun in der momentanen Situation?

Aus der Versicherungsgruppe

Liebe Mitglieder
Nach Corona stehen wir nun mitten in einer neuen verwirrenden Situation – dagegen gibt es leider keine Impfung, und niemand weiss, wie sich die Lage weiterentwickelt. Unser Vertragspartner – VVK AG in Teufen – hat nachstehend einige Tipps zusammengestellt, welche wir Ihnen gerne so weitergeben.

Ukraine-Krieg, Inflationsängste und die richtigen Massnahmen für Sparer

Nach zwei Jahren Corona bewirkt der Ukraine-Krieg weiteren Druck auf die Wirtschaft und damit auf den Geldbeutel der Bürger. Die Inflation kehrt nach Meinung der Experten offenbar zurück. Nach rund 20 Jahren kaum steigender Preise befürchten diese für die Schweiz eine Inflationsrate von ca. 2%. 100 000 Fr., die mit 0% auf dem Bankkonto verzinst werden, würden sich bei einer Inflation von z.B. 2.4% jährlich (Stand März 2022) innerhalb von 10 Jahren auf einen realen Gegenwert von 78 433 Fr. reduzieren. Diesem Schwund kann man vorbeugen, indem man bei der Auswahl der Anlagen auf höher verzinste nicht börsenkotierte Anlagen achtet. Anders sieht das für Schuldner aus. Wer als Immobilienbesitzer eine Hypothek besitzt, profitiert von der Inflation, weil die Höhe der Schuld entsprechend der Inflationsrate abnimmt. Beträgt z.B. die Hypothek 500 000 Fr. dann wäre die Schuld nach zehn Jahren real noch 392 164 Fr. wert. Aber Achtung, Sie müssten immer noch 500 000 Fr. zurückzahlen. Aber niemand weiss heute, ob die Inflation wirklich zehn Jahre dauert, ob sie auf dieser Höhe bleibt, sinkt oder steigt. Also ist guter Rat teuer.

Was empfehlen wir in der derzeitigen Situation?

Roman Bucheli schreibt in der NZZ vom 26. April 2022: «Das Dümmste in Zeiten der Inflation ist ein Bankkonto, es ist noch dümmer als die Matratze». Was soll der Sparer nun tun? Wie immer empfehlen wir, nicht überstürzt zu handeln. Das mehrmalige «Darüberschlafen» hat sich in den letzten 25 Jahren mehr als einmal bewährt. Niemand kann voraussagen, wie sich die Inflationsrate nach Ende des Krieges verhält, kein Experte weiss bereits heute, wie sich die Zinsen und die Inflation mittel- und langfristig entwickeln und welche Auswirkungen sie auf Ihre Depots und Bankkonten haben werden. In solchen Situationen werden die Aktien, wie wir alle mehrfach erfahren haben, stark auf und ab schwanken. Denn die Börsen sind mehrheitlich auf Psychologie gebaut.

Einige Vermutungen kann man aufgrund der Erfahrungen aus der Vergangenheit treffen, wenn man schaut, wie sich einzelne Anlageklassen in solchen Situationen üblicherweise entwickeln.

Wie verhalten sich einzelne Anlageklassen bei einer Inflation?

Gold
Gold generiert keine Zinserträge. Der Preis richtet sich nach Angebot und Nachfrage. Bei steigenden Zinsen wird das Gold unattraktiver. Auf der anderen Seite verliert Gold vermutlich nicht seine Bedeutung als Absicherung gegenüber allen möglichen Gefahren. Also einen kleinen Teil seines Vermögens physisch in kleinen Teilen Gold (Goldvreneli, Krügerrand, kleine Barren, etc.) zu halten, ist sicher nicht falsch. Aber nicht in Goldfonds oder Goldaktien investieren, denn dann befindet man sich wieder in der Abhängigkeit der Börse.

Aktien
Aktien zu kaufen, ist bei einer inflationären Stimmung kaum zu empfehlen. Niemand weiss, wie sich die Wirtschaft nach der Inflation entwickelt, was sich auf die Kauffreude der Investoren an der Börse auswirkt. Es wird für das Management der börsenkotierten Unternehmen in einer solchen Phase schwieriger, zu investieren, zu wachsen und längerfristige Verträge abzuschliessen.

Vielen Unternehmen gelingt es nicht, die steigenden Kosten an die Verbraucher weiterzugeben, die Margen schrumpfen, was sich wiederum auf deren Aktienkurse auswirkt. Besitzt man jedoch schon Aktien «guter» Unternehmen, dann sollte man diese nicht in Panik verkaufen, sondern einmal abwarten, was geschieht. Marktmächtige Unternehmen aus dem SPI oder dem MSCI (zwei bekannte Börsenindizes) werden auch nach der Krise mit grösster Wahrscheinlichkeit noch am Markt sein und wieder gute Geschäfte machen. Das gilt für Unternehmen aus der Industrie und dem Bau, die sich am Wiederaufbau der Ukraine beteiligen könnten, wie an solchen aus der Chemie und der Nahrungsmittelindustrie. Daneben werden sich auch andere Branchen rasch erholen.

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