HOMEOFFICE – WENN AUS DER NOT EINE TUGEND WIRD

Homeoffice ist nicht neu. Es hat diese Arbeitsform immer schon gegeben, die Heimarbeit als Urform im industriellen Zeitalter und nun vor allem, seit der Einsatz von Computern die nötigen Verbindungen gewährleistet, der digitale Datenaustausch, der das Papier zu ersetzen vermag, und auch ökonomische Elemente, die Unternehmungen wie auch Verwaltungen dazu bringen, dieses Instrument zu fördern.

Während bislang mit Zurückhaltung von Homeoffice Gebrauch gemacht wurde, hat Covid-19 und dabei vor allem der damit verbundene Lockdown so etwas wie aus der Not eine Tugend gemacht, aus dem nice to have ein need, das innert Tagen aus dem Boden gestampft werden musste.

Wir gehen in Brunnen diesem Phänomen auf die Spur:
Pius Breu und Simona Ingold werfen zur Eröffnung der Tagung einen Blick darauf, wie die Verwaltungsstellen des Bundes damit umgegangen sind und welche Erfahrungen sie machten, wie sich Führung und Zusammenarbeit entwickelten, mit welchen Tücken sie zu kämpfen hatten, technisch, organisatorisch, und wie die Angestellten reagierten und sich fühlten. Und sie schauen zusätzlich nach vorne auf Arbeitsmodelle der Zukunft, auf Schlüsse, die sie aus dem Homeoffice des Lockdowns ziehen.

Welche Kosten für den Arbeitsplatz, für die technische Ausrüstung und für die Infrastruktur zuhause hat der Arbeitgeber zu tragen? Welche Anforderungen an den Gesundheitsschutz sind zu stellen? Welche Regelungen sind nötig, welche gibt es schon? Ist Handlungsbedarf vorhanden nach gesetzlichen Regelungen? Gibt es in Unternehmungen bereits entsprechende Reglemente? Luca Cirigliano weiss Antworten auf diese Fragen.

Den ersten Tag schliesst unser Verbandssekretär Michael Merker mit einer Palette von Fragen, die ihm konkret aus unseren Reihen gestellt worden sind. Die praktischen Beispiele sind jene, die uns am meisten im Gedächtnis haften bleiben.

Der Freitagmorgen gehört dem Spezialisten für Arbeitsmedizin in der Schweiz schlechthin, Dieter Kissling und seinem Team. In Workshop Form gehen sie darauf ein, was das Homeoffice mit den betroffenen Menschen gemacht hat und wie sich Menschen, die über Monate oder Jahre im Homeoffice arbeiten, zurechtfinden können, welche Strategien sie dabei verwenden, welche Mittel, die unscheinbar wirken, aber zum Wohlbefinden und zur Fitness beitragen, ganz grossen Einfluss auf die Befindlichkeit haben: Schlaf, Gestaltung von Arbeitspausen, Stressbewältigung, Bewegung und Ergonomie.

Dazu sollen die zwangslosen Kontakte und der Genuss der Annehmlichkeiten im traditionsreichen Tagungshotel, welches wunderschön unmittelbar am Nordende des Urnersees gelegen ist, nicht zu kurz kommen. Weiterbildung und Pflege der Geselligkeit, willkommen in Brunnen!

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