«Der Kontakt zu den Leuten ist mein Ding»

Interview mit René Ryser, Strassenreiniger und Werkhofmitarbeiter der Stadt Baden

Herr Ryser, was machen Sie, oder anders gefragt, was ist Ihr Beruf?

Das ist die Stadtreinigung. Ich bin zuständig für die Strecke Nord. Dort wische ich am Morgen heraus, leere die Kübel, schaue nach den Treppen, kümmere mich darum, dass alles sauber bleibt und dass die Leute auch überall durchkommen.

Wie ist die Stadtreinigung organisiert – haben Sie immer dieselbe Tour, einen bestimmten Bereich?

Seit zwölf Jahren ist es immer derselbe Bereich. Die Strecke Nord.

Was umfasst die Strecke Nord konkret?

Sie fängt an der Badstrasse an, geht vom unteren Bahnhofplatz über die Bahnhofstrasse und den Busbahnhof West, verläuft weiter zu Haselstrasse, Kurpark, Römerstrasse und Roggenboden bis hin zu Limmatpromenade und Mätteliweg. Das gehört alles dazu.

Ihr Arbeitsstart ist im Werkhof?

Ja, um 6.30 Uhr ist hier Start.

Können Sie uns den Ablauf nach Arbeitsstart etwas genauer beschreiben?

Für die Arbeit habe ich ein Fahrzeug, ein Elektromobil. Dort kann man hinten den Abfall hineinwerfen und diesen später in der Pressmulde hinter dem Werkhof auskippen. Im Auto haben wir Bläser, das sind etwas leisere Akkubläser, bei denen sich der Akku einfach auswechseln lässt. Das ist alles tipptopp.

Ist das Fahrzeug am Morgen schon startbereit?

In den meisten Fällen schon. Dann braucht es nur noch ein paar Kehrrichtrollen, die man ins Auto einpacken muss. Für die Sammelpunkte, die wir haben, braucht es grössere Kehrichtsäcke. Die macht man ebenfalls bereit. Manchmal ist auch ein neuer Besen nötig, weil der alte kaputtging. In der Regel macht man das aber alles am Vorabend parat, damit man am nächsten Morgen gleich loslegen kann.

Wo starten Sie Ihre Tour?

Vom Werkhof aus fahre ich als erstes zur Badstrasse. Dort beginnt meine eigentliche Arbeit.

Was machen Sie dann konkret?

Zuerst beginne ich mit dem Herauswischen, das mache ich in einer U-Form. Das heisst, ich laufe auf der einen Strassenseite hinunter und komme auf der nächsten wieder hoch. Danach leere ich die Kübel. Auch diese Arbeit mache ich nach dem U-Prinzip. Das Einfüllen der frischen Abfallsäcke erledige ich in einer weiteren Runde. Dazwischen gibt es noch kleinere Wege, die man gleichzeitig auch schon vorbereiten kann zum Herausbläsern.

Das Herausbläsern – geschieht das mit dem Besen oder dem Bläser?

Bis um 7 Uhr am Morgen benutze ich den Besen. Danach darf ich den Bläser verwenden. Das wird wegen des Lärms so gehandhabt. Obwohl: Die Elektrobläser, die wir nutzen, machen gar keinen so grossen Lärm. Sie sind leiser als Motorbläser.

Mit dem Elektrobläser wird die Reinigung vor allem schneller und auch effektiver, es ist hernach sauberer, als wenn man nur mit dem Besen wischt. Den Staub vermag der Besen nicht aufzunehmen, der bleibt dann doch an Ort; mit dem Elektrobläser ist das hingegen möglich.

Gibt es keine Reklamationen wegen des Bläsers?

Ich selber habe auf meiner Seite erstaunlicherweise wegen des Bläsers noch nie eine negative Reaktion bekommen.

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