Brigitte_Gisler_Luzern

MITTEN IM POLITISCHEN GESCHEHEN

Interview mit Brigitte Gisler, Leiterin Sekretariat Grosser Stadtrat, Luzern

Frau Gisler, was arbeiten Sie?

Ich bin Leiterin des Sekretariates des Grossen Stadtrates von Luzern und organisiere den ganzen Ratsbetrieb, das beinhaltet insbesondere die Sitzungen der Kommissionen und die Sitzungen des Grossen Stadtrates.

Ebenfalls koordiniere ich die Abläufe und betreue die Gäste sowie bin ich Ansprechperson für die Medien vor Ort. Ich stelle den Ratsmitgliedern sämtliche Unterlagen zu und tue alles, was notwendig ist, damit sie ihre Arbeit optimal ausführen können. Kurz gesagt: Ich bin verantwortlich dafür, dass der Ratsbetrieb funktioniert.

Was für Arbeiten umfasst das?

Das reicht von der Organisation der Sitzungen bis zur Schlussbearbeitung der Beschlüsse. Die anschliessende Bereitstellung der Informationen für die Öffentlichkeit auf dem Internet gehört ebenfalls dazu. Auch die ganze Administration im Hintergrund wie zum Beispiel die Abrechnung der Sitzungsgelder; also einfach alles was anfällt.

Ich bin zudem die Ansprechperson der Parlamentarierinnen und Parlamentarier für Fragen egal welcher Art, sei es zu den einzelnen Traktanden oder wenn sie Unterlagen benötigen, aber auch für Administratives wie eine Ergänzung bzw. Anpassung der Personendaten.

Ausserdem bin ich das Bindeglied zwischen dem Parlament und der Verwaltung. Vorallem zum Stadtrat, meistens via Assistentinnen, und zu den Bereichsfachleuten, welche die Berichte oder Anträge verfassen und dann in den Kommissionssitzungen teilnehmen. Die Kommunikation zwischen der Verwaltung und dem Par-lament erfolgt meistens über mich.

Ist Ihr Büro am selben Ort wie die Stadtverwaltung?

Ja, die Verwaltung und mein Büro sind im selben Haus. Diesen kurzen Weg und die persönlichen Kontakte schätze ich sehr; ich kann mir nicht vorstellen wie es wäre, wenn mein Büro nicht in der Stadtverwaltung integriert wäre und ich nur mit Papier beliefert werden würde.

Wie ist die Zusammenarbeit mit den anderen Mitarbeitenden in der Stadtverwaltung?

Sie ist sehr gut und auch sehr kollegial, da der Informationsfluss durch die örtliche Nähe viel einfacher und auch persönlicher ist. Ich sehe es als grossen Vorteil, dass der Parlamentsdienst in die Verwaltung integriert ist, die Zusammenarbeit ist dadurch sehr eng. Das merkt man zum Beispiel, wenn ich die Kommissionssitzungen plane – es geht einfacher, wenn man sich kennt und ein stetiger und guter Austausch der Informationen vorhanden ist, da die Sitzungsplanung aufgrund der vollen Terminkalender der Stadträte nicht immer einfach ist.

Wie ist die Zusammenarbeit mit der Betriebsleiterin des Rathauses?

Sie ist ebenfalls sehr gut. Das Team vom Rathaus stellt für die rund 12 Sitzungen pro Jahr alles bereit und organisiert das Catering. Die technische Einrichtung des Saals übernehme ich selbst.

Per 1. September hatten wir einen Legislaturwechsel, dann wird die Zusammenarbeit jeweils etwas intensiver, weil wir die neuen Parlamentarier über sämtliche Abläufe informieren. Das Thema «Sicherheit im Rathaus» darf da natürlich nicht fehlen.

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